Ein Mahnmal gegen das Vergessen

Kriegsspuren in Berlin

Wenn man als Tourist oder auch als Einwohner in Berlin unterwegs ist, zu Fuß oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gibt es immer wieder Bereiche in der Innenstadt, die auffallen und so mancher mag sich fragen: Was ist das? An einigen Häusern und Bauwerken gibt es nämlich in der heutigen Zeit merkwürdig anmutende Beschädigungen im Mauerwerk und an den Fassaden: Teils als kleine runde Löcher, aber auch große und tiefe Krater. Es handelt sich um Einschusslöcher, mahnende Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg, die betroffen machen, wenn man sich bewusst wird, um was es sich handelt. Im Jahr 1945, vom 16. April bis zum 2. Mai, tobte in der Hauptstadt Berlin der Endkampf des Zweiten Weltkrieges in Deutschland. Die Soldaten der Roten Arme kesselten Berlin, besonders die Innenstadt mit dem Regierungsviertel, ein. Am 2. Mai ergaben sich die deutschen Soldaten der Roten Armee. Die Kapitulation wurde beschlossen. Nach vielen Jahren Leid und Zerstörung war der Krieg endlich beendet.
In den Jahren danach wurde das fast komplett zerstörte Berlin mühsam wieder aufgebaut und die Bevölkerung kehrte langsam zu ihrem „normalen“ Leben zurück. Neue Geschäfte enstanden, Bahnhöfe und Straßen wurden wieder gebaut und ganze Stadtteile errichtet. Vieles wurde renoviert und neu konzipiert – oft mit dem Fokus Historisches zu erhalten.

Wir möchten mit dieser Homepage einen kleinen Überblick über die im Krieg entstandenen und noch heute sichtbaren Beschädigungen an Gebäuden in Berlin geben – ausdrücklich als ein Mahnmal gegen den Krieg, um die Erinnerung an das Leid, das der Krieg verursacht hat, wach zu halten. Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Weltgeschehens.

Denn so etwas darf nie wieder passieren!

 

Diese Homepage zeigt Orte und Gebäude in Berlin - ihre Entwicklung und den heutigen Zustand. In der Rubrik "Spuren-im Stein-Orte" gibt es einen Überblick, mit mit vielem historischen Material und aktuellen Fotos. Diese Rubrik wird fortlaufend aktualisiert und auch mit neuem Material ergänzt.


Panoramafoto von 1950 aufgenommen vom Bahnhof Friedrichstraße in Richtung Süden. Das Haus in der Mitte, ist eines der wenigen Gebäude, dass noch an der Kreuzung Friedrichstraße/Mittelstraße erhalten geblieben ist.

Der gleiche Blick aufgenommen vom Bahnsteig des Bahnhofs Friedrichstraße 2018.

(Bitte auf die Fotos klicken für die Komplettansicht)

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-R86213, Hans-Günter Quaschinsky, 1. Juni 1950

Panoramafoto: M. Schmidt, 2018