Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher der Homepage "Die Spuren im Stein",

als Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und als SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Hannover-Land I gehört auch die Demokratieförderung zu meiner politischen Arbeit. Politische Bildung ist mir ein Herzensthema, und gerade in der heutigen Zeit müssen wir sie und damit unsere Demokratie stärken.
Die Internetseite von Martin Schmidt mit seinen Fotos von Kriegsspuren als Mahnmal gegen das Vergessen ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie elementar die Demokratie als Staatsform für unser Land ist. Aus der deutschen Geschichte können wir erkennen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist und in Gefahr geraten kann.
Gerade in Berlin finden sich viele historische Spuren, wo man geht und steht, auch in den Gebäuden der Bundesregierung. Hier ist vor allem das Reichstagsgebäude als bedeutender Ort der deutschen Geschichte hervorzuheben. Im ganzen Gebäude finden sich zeitgeschichtliche Spuren. Hier findet Geschichte zum Anfassen statt, was gerade jungen Menschen einen leichten Zugang zu unserer Geschichte bietet. Ich ermögliche vielen Gästen aus meinem Wahlkreis einen Besuch im Deutschen Bundestag, auch das ist politische Bildung. Hier erleben sie Politik der Gegenwart, aber auch der Vergangenheit.
Die Homepage von Martin Schmidt, der in meinem Wahlkreis lebt, bietet mit informativen Fotos einen direkten Einstieg in die Geschichte. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass diese Seite entstanden ist und über die deutsche Geschichte eindrucksvoll informiert.
Ich wünsche Ihnen einen aufschlussreichen "Rundgang" durch "Die Spuren im Stein".

Caren Marks (Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)


Krieg – das Wort bedeutet für mich Schrecken und Tod, leider musste ich viele Kriege erleben.

Ich war 12 Jahre alt als der Zweite Weltkrieg ausbrach und die Engländer Berlin bombardierten. Unsere Familie saß im Waschkeller, denn als Juden durften wir ja nicht in den Luftschutzkeller. Oft sah ich am Weg zur Schule zerstörte Häuser.
Im April 1941 war ich illegal in Jugoslawien, als die deutsche Armee in Zagreb einmarschierten flohen wir nach Belgrad und über das zum Teil besetzte Griechenland und die Türkei gelang es uns, einer Gruppe Kinder, nach Palästina zu reisen.

Aber auch dort gab es keinen Frieden. Die Italiener bombardierten Tel Aviv und der deutsche General Rommel drohte Ägypten und dann Palästina zu besetzen. Als 1945 endlich Frieden war, fingen schon die Unruhen in Palästina an und Ende 1947 wurde ich schon zur Armee eingezogen und erlebte den Krieg der zur Gründung Israels führte. Zwei Jahre war ich dann in der Armee. Dann als Reservist 1956 war ich im Sinai-Feldzug, dann 1967 der Sechs-Tage Krieg und 1973 der Yom-Kippur-Krieg. In jedem dieser Kriege verlor ich Freunde und Bekannte. Leider müssen nun meine Enkel in der Armee mindestens 3 Jahre dienen.
Ich schließe mich all denen an, die laut und auch leise beten: Nie wieder Krieg!

Zeev Lewin (geboren 1927 in Berlin, lebt in Ramat Gan, Israel)


Ich bedanke mich für die freundlichen Worte zu meiner Homepage und den historischen Gedanken.

Vielen Dank!

Martin Schmidt (Homepage "Die-Spuren-im-Stein")