Schallplattenverlag "Semer", Inhaber Hirsch Lewin

Wohn- und Geschäftshaus der Familie Lewin. Das Foto wurde circa 1930 aufgenommen.

Foto: bpk Berlin

Das Gebäude in dem sich das Geschäft von Hirsch Lewin befunden hat im Jahr 2018.

Foto: Prof. Dr. Wolfgang Pfaffenberger


Eigentlich ist das Gebäude in der Almstadtstraße 10 kein richtiger "Spuren-im-Stein-Ort". Aber durch den Inhaber des Schallplattenlabels "Semer", Hirsch Lewin, der hier in den 30er Jahren sein Geschäft für jüdische Bücher, Schreibwaren und Schallplatten hatte, ist dieses Gebäude ein wichtiger und historischer Ort. Bis in das Jahr 1940 lebte und arbeitete Hirsch Lewin und seine Familie hier.

 

Hier klicken für weitere Informationen über Hirsch Lewin und viele historische Informationen über die Firma "Semer"



Ehemaliges Haupttelegrafenamt

Das ehemalige Haupttelegrafenamt wurde im Jahr 1916 als modernes Gebäude der Post zur damaligen Zeit erbaut. Es wurde mit der neuesten Technik ausgestattet, außerdem war im Haus ein Entwicklunsgzentrum für Funktechnik untergebracht. Im Keller befand sich die Rohrpostzentrale der Stadt Berlin. Erst 1977 wurde die Anlage stillgelegt. Teile der Technik sind heute im Museum für Kommunikation ausgestellt. Zurzeit wird der, lange leerstehende,  Gebäudekomplex von einem Investor zum "Forum Museumsinsel" umgebaut. Büros, Geschäfte und Gastronomie sollen einziehen.

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Große Granitschale im Lustgarten


Blick über den Lustgarten mit dem Neubau des Stadtschlosses im Jahr 2018.

 

Die große Granitschale fotografiert im Jahr 1910.

Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1998-014-20A

 

"Das Biedermeierwunder"

Im Jahr 1826 beauftragte der preußische König Friedrich Wilhelm III, nach dem er von einer 1,83 Meter großen Granitschale für den Duke of Devonshire erfahren hatte, den Steinmetz Christian Gottlieb Cantian auch für ihn eine Granitschale zu bauen. Natürlich sollte diese viel größer werden und die britische Schale weit übertreffen.

Cantian sicherte dem König mindestens ein Größe von 17 Fuß (5,34 Meter) zu. Dabei sollte es nicht bleiben...

 

Hier klicken für die Geschichte der großen Granitschale und die Entstehung. Mit vielen historischen Fotos und Zeichnungen.
(Link in Bearbeitung)



 S-Bahnbrücken am "Prellerweg"


Während der letzten Tage des Endkampfes um Berlin rückte die Rote Armee immer weiter in das Zentrum Berlins vor. Am Prellerweg, im Bereich der S-Bahn-Brücken, versuchten Einheiten mit Panzer unter den Brücken sich in eine gute Stellung zu bringen und auch um dort Schutz zu suchen. An den Stützwänden der Brücken sind tiefe Spuren der Ketten der Panzer zu sehen, die dort versuchten zu rangieren.
Der Prellerweg führt direkt unter den Gleisen des ehemaligen Rangierbahnhofs in Tempelhof und war damit sicherlich ein kriegswichtiges Ziel der russischen Truppen.
(Informationen und Fotos von Frank Honeck, Berlin. Vielen Dank!)


Ehemalige "Verwaltung der direkten Steuern"

Das ehemalige Verwaltungsgebäude an der Dorotheenstraße 1 wurde zwischen 1879 und 1883, nach den Plänen von Ludwig Giersberg, erbaut. Das viergeschossige Gebäude, in Form der italienischen Renaissance, wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört.

In den Jahren 2000 bis 2002 wurde das Gebäude innen komplett saniert. In den Jahren 2009 bis 2013 wurde das Dach saniert. Bei der Sanierung wurde großer Wert auf die Erhaltung der vorhandenen Kriegsspuren gelegt. Heute wird es von der Humboldt-Universität genutzt.





Museum für Naturkunde

Das Museum für Naturkunde wurde 1889 eröffnet und vereinte damals in dem Neubau das Geologisch-Paläontologische, das Mineralogisch-Petrografische und das Zoologische Museum in Berlin. Von 1914 bis zum Jahr 1917 wurde das Gebäude erweitert. Der am 3. Februar 1945, durch einen Bombenangriff, zerstörte Ostflügel wurde ab 2006 neu aufgebaut.

Zurzeit befindet sich im Museum das einzige Originalskelett eines Tyrannosaurus in Europa.

 

Hier klicken für Fotos vom Neubau und historische Fotos aus den 30er Jahren des Museum.



Alle Fotos des Museum für Naturkunde wurden von Prof. Dr. Wolfgang Pfaffenberger zu Verfügung gestellt. Vielen Dank!


U-Bahnhof Gleisdreieck

Blick zum Bahnhof Gleisdreieck. Oben sieht man die Gleise die über die Hochbrücke zum Bahnhof führen.

Vor dem U-Bahnhof Gleisdreieck stand an gleicher Stelle der Dresdener Bahnhof. Im Jahr 1882 wurde der Bahnhof geschlossen und danach abgebaut. Auf der neu entstandenen Fläche wurde dann das Gleisdreieck erbaut. Bis zum Jahr 1912 verkehrten die Züge in einem richtigen Dreieck.  Danach begannen die Planungen für neue Gleisführungen zum Anhalter Bahnhof, Dresdner und zur Stamm- und Wannseebahn.  Neue und breitere Bahnsteige wurden angelegt um den Umsteigeverkehr zu bewältigen. Im Jahr 1926 wurde eine neue Entlastungstrecke eingeweiht.

Zwischen 1984 und 1991 war der untere Bahnsteig ein Endbahnhof der experimetellen Magnetbahn "M-Bahn". Nach der Grenzöffnung wurde die "M-Bahn" zugunsten der Wiederinbetriebnahme der U-Bahn abgebaut.

Von 2009 bis zum Jahr 2012 wurde der Bahnhof für zwölf Millionen Euro saniert.


Schwere Schäden an der Bahnstrecke im Bereich des Bahnhofs Gleisdreieck. August 1945.

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-2005-0721-524

Brückenpfeiler der Hochbahnbrücke mit sehr starken Beschädigungen, die nach dem Krieg nur grob ausgebessert wurden.


Einschusslöcher im Bereich des Bahnhofseingangs.

Ausgebesserte Beschädigungen an der Hauswand.



Friedhof der St.-Hedwigs-Gemeinde

Der Friedhof der St.-Hewigs-Gemeinde wurde im Dezember 1834 mit der Beisetzung der Seidenwirkmeisterwitwe Zehlendorf geweiht und ist damit der älteste noch erhaltene Friedhof in Berlin. Unter anderem sind Ernst von Ihne (Baumeister des Bode-Museums), Lorenz Adlon (Hotel Adlon) und James Cloppenburg (Bekleidungshaus Peek & Cloppenburg) dort begraben. Während des Endkampfes um Berlin 1945 fanden auf dem Friedhof schwere Kämpfe der Roten Armee mit den deutschen Soldaten statt. An vielen Grabstätten, Mauern und Gebäuden sind heute noch diese Spuren zu sehen.

Hier klicken für weitere Informationen und historische Fotos von Friedhof




Bahnhof Yorckstraße

Die Station wurde am 1. Oktober 1891 als Bahnhof Großgörschenstraße eröffnet. Parallel zu den S-Bahngleisen verläuft im Westen die nicht mehr genutzten Trassen der Ferngleise der Bahnstecke von Berlin nach Magdeburg und im Osten die Ferngleise der Anhalter Bahn und der Dresdener Bahn. Aus Platzgründen war dort nach dem Bau der separaten Vorortgleise kein Vorortbahnsteig möglich, sodass als Ersatz der Bahnhof Großgörschenstraße weiter nördlich errichtet werden musste. Zwischen beiden Bahnhöfen gab es einen Verbindungsgang, den sogenannten „Hammelweg“.

Hier klicken für weitere Informationen zum Bahnhof und viele Fotos.




Ehemaliges Beamtenhaus

Das Wohn- und Geschäftshaus an der Geschwister-Scholl-Straße 5 wurde im Jahr 1903 als Hofbeamtenhaus des letzten Deutschen Kaisers und Königs von Preußen Wilhelm II erbaut. Außerdem wurden in dem Haus Dienstwohnungen für Beamte errichtet.
Die Fassade wurde von 2009 bis 2010 saniert und alle Spuren, die in Laufe der Geschichte an dem Haus entstanden sind, wurden konserviert.
Über dem Eingang zum Haus ist noch das königliche Wappen Wilhelm II erhalten.




Das Übersichtsfoto des Hauses wurde freundlicherweise von Prof. Dr. Wolfgang Pfaffenberger zu Verfügung gestellt. Vielen Dank!


Uferbefestigung der Museumsinsel

An vielen Stellen ist die Uferbefestigung der Spree und des Kupfergrabens, die um die Museuminsel fließen, durch Einschusslöchern stark beschädigt.



Demnächst hier neue "Spuren-im-Stein-Orte" über

• Bahnhof Friedrichstraße

• jüdische Mädchenschule

• Anhalter Bahnhof


Gerne nehme ich auch Hinweise und Vorschläge zu Orten mit Kriegsspuren entgegen.

Ich freue mich immer über Hinweise. Kontakt bitte über das Kontaktformular.


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